Weibliche Spiritualität
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Weibliche Spiritualität ist letztlich immer eine individuelle Zugangsweise. Dennoch hat sich im Laufe der Geschichte eine Form von weiblicher Spiritualität entwickelt, die sich heute zum Teil im Neuheidentum und im gnostischen Christentum wiederfindet. Dabei handelt es sich um eine Spiritualität, die aus Naturbeobachtungen entstanden und eng mit den schöpferischen Kräften der Erde verbunden ist. Das Studium der Natur, der tiefe Respekt vor der Schöpfung und die Verehrung der göttlich weiblichen Kraft, sind die Grundpfeiler dieser Spiritualität, die in den Matriachaten Alteuropas ihren Ursprung hat. Die Verehrung der Großen Göttin als Schöpferin allen Lebens, prägte über Jahrtausende die Vorstellungswelt der Menschen. Obwohl die Druidinnen und Druiden in der keltischen Zeit den Glauben an die Große Göttin aufrecht erhielten, kam es mit der Kirche in Rom zum endgültigen Aus der weiblichen Kraft. Wissende Frauen, die bislang Heilerinnen und Priesterinnen waren, wurden grausam verfolgt und konnten nur ein einsamen Gegenden, wie beispielsweise in Wales oder Schottland Zuflucht finden. Das Wissen über die Zusammenhänge allen Lebens, die feinstoffliche Welt, Energien und ihre Wirkungsweisen, sowie die Kenntnis über Heilkräuter, Heilsteine, Formen (Symbole) und Farben, fanden in Ritualen Eingang, die ein machtvolles Instrument darstellen. Ein Instrument, das in der Zeit der Hexenverfolgung für zehntausende Frauen den Tod bedeutete. Nach dem Siegeszug der Naturwissenschaft, die meint das Leben zu verstehen, indem sie alles in seine Bestandteile zerlegt, sind wir heute wieder an einer Schwelle zu einer neuen Zeit. Zeit also, dass wir uns in Demut, und im Sinne der lichten Kräfte, wieder mit der weiblich-schöpferischen Kraft verbinden.
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